Wann ist verdeckte Personalsuche sinnvoll?
Immer dann, wenn schon die Suche selbst heikel ist – etwa weil die Position noch besetzt ist, eine Nachfolge ansteht, der Markt klein ist oder Kund:innen und Marktbegleiter nichts mitbekommen sollen.
Welche Positionen eignen sich dafür?
Vor allem kaufmännische und technische Schlüsselpositionen, die intern oder extern stark sichtbar sind: Geschäftsführung, kaufmännische oder technische Leitung, Vertriebs- und Projektleitung, Finance, Controlling, HR-nahe Funktionen und spezialisierte Fachrollen. Eine vollständige Übersicht nach Fachbereichen zeigt die Seite „Positionen, die ich besetze“.
Wird der Auftraggeber sofort genannt?
Nein. Ihr Name fällt erst, wenn die Person interessiert ist, grundsätzlich passt – und Sie zustimmen. Kandidat:innen bekommen trotzdem genug Informationen, um seriös zu entscheiden, ob ein erstes Gespräch sinnvoll ist.
Können bestimmte Unternehmen oder Kontakte ausgeschlossen werden?
Ja. Vor dem Start legen wir Sperrlisten fest. Damit bleiben Kund:innen, Lieferanten, Marktbegleiter, Partner oder persönliche Kontakte gezielt außen vor.
Wie wird Vertraulichkeit im Prozess abgesichert?
Durch klare Regeln: ein kleiner Kreis von Eingeweihten, fixe Sperrlisten, abgestimmte Kontaktwege – und die Abmachung, wer was wann erfahren darf.
Ist verdeckte Suche nicht unfair gegenüber der Person, die die Position noch ausübt?
Im Gegenteil – die Diskretion schützt auch sie: Niemand soll aus einem Inserat oder über Gerüchte erfahren, dass sich etwas ändert. Die verdeckte Suche verschafft die Zeit, die Entscheidung sauber zu treffen und der betroffenen Person zum richtigen Zeitpunkt offen und respektvoll zu begegnen – mit einer geordneten Übergabe statt monatelanger Unsicherheit. Dass eine Position neu besetzt wird, heißt übrigens selten, dass jemand versagt hat. Mehr dazu im Beitrag „Warum ein fairer Wechsel allen hilft“.
Wie startet die Zusammenarbeit?
Mit einem vertraulichen Erstgespräch. Wir ordnen Ihre Situation grob ein: Position, Dringlichkeit, Vertraulichkeit. Ziel ist zuerst nicht die Beauftragung, sondern die Klärung, welcher Weg passt.
Müssen im Erstkontakt sensible Details genannt werden?
Nein. Für die erste Einordnung reichen ein paar Eckdaten. Alles Sensible – Position, aktuelle Besetzung, beteiligte Personen – besprechen wir persönlich, auf Wunsch erst nach einer Geheimhaltungsvereinbarung.
Was kostet eine verdeckte Personalsuche?
Die Kosten hängen von Rolle, Markt, Umfang und Vertraulichkeit ab. Wir arbeiten auf Auftragsbasis: Nach dem Erstgespräch bekommen Sie eine klare Empfehlung mit Honorar und Leistungsumfang. Marktübliche Modelle und Größenordnungen erklärt der Beitrag „Was kostet ein Headhunter?“.
Was ist der Unterschied zu einem klassischen Headhunter?
Ein klassischer Headhunter konzentriert sich aufs Finden und Ansprechen. Bei verdeckter Personalsuche kommt die vertrauliche Führung des gesamten Prozesses dazu: Sperrlisten, Kommunikationsregeln, geschützter Firmenname und kontrollierte Weitergabe von Informationen.
Ist verdeckte Personalsuche dasselbe wie Executive Search?
Die Überschneidung ist groß: Beide arbeiten mit gezielter Direktansprache statt Stellenanzeigen, oft auf Führungsebene. Executive Search bezeichnet die Direktsuche für Führungs- und Schlüsselpositionen, häufig auf gehobener Managementebene. Verdeckte Personalsuche stellt zusätzlich die Vertraulichkeit des gesamten Prozesses in den Mittelpunkt – persönlich geführt und auf KMU und Industrie zugeschnitten. Mehr dazu auf der Seite „Executive Search“.
Sind Sie eine Personalvermittlung oder eine Personalberatung?
Rechtlich beides: Pfingstl Unternehmensberatung e.U. ist in Österreich als Arbeitsvermittlung und Unternehmensberatung registriert (GISA). In der Arbeitsweise bin ich Personalberater mit Spezialisierung auf verdeckte Besetzungen – keine Zeitarbeit, keine Personalüberlassung, kein Lebenslauf-Handel. Sie beauftragen eine persönlich geführte Suche. Eine ausführliche Einordnung der Begriffe gibt der Beitrag „Personalvermittlung, Personalberatung oder Headhunter?“.
Können wir nur eine vertrauliche Einschätzung einholen?
Ja. Das Erstgespräch dient dazu, Ihre Situation einzuordnen und den passenden Weg zu prüfen. Daraus muss kein Auftrag entstehen.
Arbeiten Sie nur in der Steiermark?
Mein Schwerpunkt liegt in Graz und der Oststeiermark – Weiz, Gleisdorf, Hartberg und Graz-Umgebung –, dort bin ich am besten vernetzt. Auf Wunsch suche ich aber in ganz Österreich – auch in Wien, Linz oder Salzburg. Was sinnvoll ist, klären wir im Erstgespräch.
Was passiert, wenn verdeckte Suche nicht der richtige Weg ist?
Dann sage ich Ihnen das offen. Nicht jede Besetzung muss verdeckt laufen – Ziel ist der Weg, der zu Ihrer Situation passt.
Arbeiten Sie auch mit anonymisierten Stellenanzeigen?
Ja, wenn es zur Situation passt. Meistens ist die gezielte Direktansprache aber der bessere Weg. Ein anonymes Inserat kann ergänzen, ersetzt aber keine durchdachte Suche.
Ist eine NDA möglich?
Ja. Auf Wunsch unterschreibe ich eine Geheimhaltungsvereinbarung, bevor wir ins Detail gehen. Das ist sinnvoll, wenn Position oder beteiligte Personen besonders sensibel sind.